Mittwoch, 2. August 2017
Sichtschutz am Zaun, aber nur welchen?
Lange habe ich mich mit der Frage beschäftigt, welchen Sichtschutz ich anbringen möchte.

Da die Berliner Mauer sich nicht wirklich gut in meinen Garten einfügt, wollte ich doch was lebendiges. Eine Hecke muss her!

Die meisten Hecken bestehen aus Thujen wobei es auch Laubhecken gibt. Aber nur Grün war mir doch etwas zu langweilig. Außerdem wollte ich auch was für die Insekten tun. Ich muss doch garantieren, dass mein Honigbrot weiterhin so reich befüllt ist!
Also habe ich mich für eine Blühhecke entschieden. Das fördert die Bienen, zieht Schmetterlinge an und bereichert meinen Alltag mit den verschiedensten Düften. Doch wie soll ich es angehen?

Wieder startete ich eine Umfrage in meinem Bekanntenkreis. Ein Pflanzplan muss her! Also setzte ich mich hin und schrieb auf, welche Büsche mir von den Nachbarn oder sonstigen Inspirationsgebern so gefallen. Gar nicht so einfach die Namen zu behalten, darauf zu achten wie schnell sie wachsen, in welcher Farbe sie denn so blühen, in welchem Abstand sie gepflanzt werden müssen. Halbschatten, Sonne, Schatten? Fragen über Fragen! Alles das ist wichtig bei der Erstellung des Pflanzplans.

Da es auch eine Frage des Geldbeutels ist, habe ich mich dafür entschieden, einige schnellwachsende Büsche in einer bestimmten Größe zu kaufen, den Rest werde ich mir als Ableger von "freiwilligen Spendern" holen. Natürlich wird dies dann eine längere Aufgabe und wird sich hinziehen. Aber so ist das ja Garten ist das "G" für Geduld!

Da eine Freundin einige Pflanzen über das Internet bestellen wollte, habe ich mitbestellt. So konnten wir uns die Versandkosten sparen.

Das ist dabei raus gekommen:
1 Thuja (weil immergrün)
2 Liguster (weil auch immergrün)
1 Hängeflieder (weil wächst schnell)
1 Hochstamm Hortensie (ich konnte nicht widerstehen)
1 Glanzmispel (verfärbt sich im Herbst rot und ist auch immergrün)
1 Gelbbunter Hartriegel (weil sich die Rinde im Winter verfärbt)

So habe ich auch im Winter einen Sichtschutz und vor allem einen schönen Kontrast zum Grauen Wetter.



Dienstag, 25. Juli 2017
Mein Rasen hasst mich!
Neben den tollen dünnen Grashalmen wächst natürlich Allerlei. Wieso das so ist? Hier scheiden sich die Geister, der eine sagt es wäre aufgrund des schlechten Bodens, der andere sagt, aufgrund einer Mangelerscheinung, der andere einfach, weil es so ist!

Im ersten Jahr muss man das wohl so hinnehmen ...

Meine Meinung ist, dass mein Rasen nur etwas später ankommt! Er hatte sicherlich zuviel zutun, steckt im Stau hat eine Terminüberschneidung... Es kann doch nicht sein dass er einfach nicht kommt?

Ich muss es wohl so hinnehmen, denn den ungebetenen Gast "Unkraut" darf man erst nach dem 1. Jahr mit einem Unkrautvernichter bekämpfen. Aber nicht mit mir! Nein so geht das nicht.

Erst einmal habe ich eine Bodenprobe genommen. Der Boden ist neutral, nicht gut nicht schlecht, na klasse, ich habe also die Schweiz im Garten! Wer hätte das gedacht?

Ich weiß nicht ob es notwendig war den Boden zu testen, aber es beruhigt ungemein und vor allem lässt sich so der nächste Schritt planen.

Hätte die Bodenprobe eine Mangelerscheinung hervor gebracht, hätte ich den Mangel beseitigen können. Aber einfach gibts nicht!

Am Schlimmsten ist die Hirse! Dicke Grashalme die in Büscheln am Boden entlangwachsen. Hinterlistig breiten sie sich unterirdisch aus. Diese bösen Rhizome! Nein ich kannte das Wort auch nicht! das sind einfach flache Wurzeln die manche Pflanzen nutzen um sich auszubreiten bzw. zu vermehren.

Verschiedene Foren raten die Hirse auszustechen. Die Hirse hasst wohl Schatten. Ok den Garten ganz beschatten kommt schon aus praktischen Gründen nicht in Frage. Sie hasst wohl auch Nässe! Na ok, also gießen wir!
Auch kommt sie nur dort wo es Lücken gibt.

Das heißt für mich ausstechen und nachsähen!

Mit diesem Werkzeug kann die Hirse oder sonstiger, ungebetener Gast ausgestochen werden.

Der Kampf beginnt!



Montag, 24. Juli 2017
Rasen ansähen leicht gemacht
Erde, Rasensamen und ab geht die Post?
Oh nein, wenn alles so einfach wäre, wäre mein englischer Rasen und meine dazugehörige Teatime bereits da.

Für die Ansaat benötigt man:
- Etwas zum Erde auflockern, z.B. Rechen, Gartenfräse
- Rasensamen
- Walze oder irgendwas zum Festdrücken
Zuerst muss die Erde aufgelockert werden, dann braucht ihr den richtigen Rasensamen. Dies ist abhängig von einigen Punkten:
- habt ihr einen Rasenmäherroboter oder wollt ihr einen
- wollt ihr eher einen englischen Rasen
- Sollte es sich eher um eine Blumenwiese handeln

Bei mir ist der Roboter Punkt Nr. 1. Nicht jeder Rasen mag es regelmäßig (mindestens 2x die Woche) gemäht zu werden.

Punkt Nr. 2 ist ein englischer Rasen. Ich finde er wirkt gepflegter und legt sich wie ein grüner Teppich auf die Erde.
Somit war für mich der perfekte Rasensamen die "Loretta".

Wie ich darauf gekommen bin? Wenn ich eine neue Aufgabe erfüllen möchte, höre ich mich zuerst um, welchen Samen nehmen diejenigen aus meinem Umfeld her, die den schönsten Rasen haben? Vorinformiert gehe ich dann zu den Profis und werde meistens mit neuen Fragen überrascht, aber man will ja nicht ganz dumm dastehen (deshalb die Vorinformation).
Beim Kauf des Rasensamens wird man meistens mit den nötigen Informationen versorgt oder bekommt sogar einen Pflanzhinweis besser gesagt einen Schritt für Schritt Plan. So ist es sogar für ich möglich den Rasen anzusähen.

Erde aufgelockert, Rasensamen mittels Streuwagen ausgesäht mit einer Walze festgedrückt und einen Regentanz aufgeführt. Denn der Rasen sollte nicht gewässert werden, bevor es regnet. Erst ab dem Tag an dem der Regen auf die Saat fällt darf der Rasen auf keinen Fall austrocknen. Regelmäßiges Wässern ist dann Pflicht!

Geduld ist eine Tugend, die sollte man natürlich in Punkto Gartenarbeit jede Menge haben.

Gutes Gelingen.